23.10.14, 17.17 Uhr

Federpicken bei Hühnern

Immer wieder kommt es bei unseren Hühnern zu Federpicken. Man erkennt diese Untugend an fehlende Schwanzfedern, über blutige Kloaken, bis hin zu Auftreten von Kannibalismus. Ursachen hierfür scheinen nicht ganz eindeutig zu sein.
Gesichert ist wohl, dass durch starke Sonneneinstrahlung und zu trockene Luft in den Ställen das Federpicken ausgelöst werden kann. Zu beobachten ist auch, wenn ein Tier damit anfängt, werden weitere Tiere dazu angeregt sich anzuschließen. In wieweit eine Mangelsituation Auslöser sein kann, ist nicht klar. Es konnte jedoch festgestellt werden, dass Tiere in Beständen diese Untugend nachgingen, bei denen definitiv kein Futtermangel nachzuweisen war. Ob ein Rohfasermangel dazu beiträgt ist auch nicht eindeutig geklärt. Es wird hier und da auch in Beständen mit genügend Auslauf und Gras beobachtet, dass es trotzdem zu Federpicken kommt.

Sicher ist aber auch, dass durch genügend große Ausläufe das Federpicken reduziert werden kann. Zusätzlich scheint es zu helfen, wenn in den Ställen die direkte Sonneneinstrahlung verhindert werden kann. Leichtes Abdunkeln oder ein Rotlicht kann das Federpicken zumindest reduzieren. Problematisch scheint es aber zu sein, das einmal angefangene Federpicken wieder ganz zu unterbinden.

Was kann man machen?

  • Die Luftfeuchtigkeit im Stall sollte nicht unter 60% sein. Entsprechend sollte man die Belüftung einstellen.
  • Das Anbringen von Rotlichtlampen oder und das Einstreichen der Fensterscheiben mit einer roten Farbe.
  • Anbringen einer Raufe für Gras oder Luzerne sorgt zumindest für Beschäftigung und lenkt die Hühner ab.
  • Hühner, die sehr stark bei dem Federpicken beobachtet werden sollten aus dem Bestand entfernt werden.


  


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